Porsche Hybrid - Doppelherz mit Sportanspruch

  • Liebe Alle,


    Porsche ist vor einigen Jahren angetreten, das Thema #Hybrid auf sportliche Weise zu interpretieren.


    "Hybrid", das ist ein Wort, das aus der #Autowelt seit 1997 nicht mehr wegzudenken ist. Damals führten die beiden japanischen Autobauer Honda und Toyota solche Systeme aus einer Kombination von #elektrischem #Motor und Benzinmotor ein. Aus der technisch cleveren Lösung zur #Verbesserung der #Effizienz wurde jedoch aufgrund mässiger Fahrleistungen alsbald ein Synonym für Langeweile und #Entschleunigung, das bis heute bei vielen Autofans nicht sonderlich gut ankam.


    Genau genommen war es ausgerechnet Ferdinand Porsche, der bereits 1902 mit dem «Semper Vivus», auch als #Lohner-Porsche «Mixte» bekannt, einen ersten #Hybridwagen baute. Doch das Projekt wurde aus #Kostengründen rasch begraben. Seit 2010 kommt der Sportwagenhersteller auch in der Neuzeit mit #Hybridfahrzeugen daher. Wer glaubte, dass es den Stuttgartern nur darum ging, #CO2-Ziele einzuhalten, hatte sich zumindest teilweise geirrt. Vielmehr wollte Porsche das #Hybrid-Image entstauben und es ganz anders aufladen: mit Emotion und Leistung.

    Von der Piste auf die Strasse

    Erste Gehversuche unter diesem neuen Ansatz machte Porsche 2010 mit dem 911 #GT3R Hybrid, der als Rennwagen konzipiert war und zur Speicherung der Energie anstelle einer #Hochvoltbatterie ein kinetisches #Hybridsystem mit #Schwungrad neben dem Fahrersitz verwendete. Einer der damaligen Rennfahrer, der Österreicher Richard Lietz, erinnert sich: «Damals gehörte das stete #Surren des #Schwungrads neben mir zum steten Begleiter auf der #Nürburgring-Nordschleife, doch es wurde mit bis zu 40 000 Umdrehungen pro Minute auch ziemlich heiss.»


    Der erste #Hybrid-Porsche für den #Alltagsgebrauch war im gleichen Jahr der SUV Cayenne S Hybrid, der stetig weiterentwickelt wurde und gegenwärtig als Cayenne E Hybrid mit 462 #System-PS und hohem Drehmoment aus dem Stand überzeugt, aber auch längere Fahrten #vollelektrisch absolvieren kann. Wählt man den «E»-#Fahrmodus, wird der #Benzinmotor erst bei hoher #Leistungsabfrage hinzugeschaltet. Im «Hybrid»-Modus geschieht dies sogar eine Idee früher, und in «S» und «S+» ist der #Verbrennungsmotor dominant, die E-Maschine wird zum reinen Booster.


    Nach gleichem Prinzip arbeitet die #Limousine #Panamera 4 #E-Hybrid, die auf der #Rennstreckenfahrt durch ihre tolle #Beschleunigung auffällt, wie im Cayenne erzeugt aus der Kombination von #V6-Benziner und #Elektromotor mit bis zu 462 PS #Systemleistung. Interessant ist, dass sich die Version als Sports Turismo auf Kuppen stabiler verhält als die #Fliesshecklimousine.


    Wem das achtstufige #Doppelkupplungsgetriebe aufgrund der #Leistungsentfaltung des #Panamera 4 #E-Hybrid zu oft herunterschaltet, wäre mit der Wahl des Topmodells Porsche #Panamera Turbo S #E-Hybrid geholfen. Der kostet zwar rund eine Viertelmillion Franken, also 100 000 Franken mehr als der kleinere #Hybrid-Panamera, bietet jedoch mit 680 PS deutlich mehr Leistung und #Drehmoment als der #Panamera Turbo. Auf der #Rennstrecke beweist der #Sport-Hybrid vor allem im oberen #Drehzahlbereich mehr Kraft, so dass die #Automatik weniger Arbeit hat. Die besonders leistungsfähige #Bremsanlage des 2,3-Tönners zeigt sich auch nach mehreren dynamischen Runden als vorbildlich stabil.


    Das Fahren mit einem #Hybrid-Porsche stellt sich nach den Fahrten auf dem südportugiesischen Rundkurs von #Portimao als erfreulich einfach heraus. Zum Glück, möchte man sagen, denn im erfolgreichen Rennauto Porsche 919 wäre dies ungleich komplexer, wie der Schweizer Werksfahrer und #Le-Mans-Sieger #Neel #Jani erklärt: «In der Tat ist die Wahl der richtigen Lade- und #Entladestrategie eine Wissenschaft für sich. Bis zu fünfmal pro Runde erhielt ich jeweils Vorgaben von der Box, manchmal musste ich während der Fahrt selbst entscheiden, wie ich vorgehe. Daneben muss man stetig Sprit sparen, lenken, bremsen und überholen – egal ob bei Tag oder im Dunkeln. Den 919 zu fahren, ist ein Lernprozess, der über Monate perfektioniert werden muss.»




    Für Herzklopfen ist gesorgt

    Nach Langeweile klingt diese Beschreibung kaum, und die Fahrten in den #Serienhybridautos, darunter auch mit dem bereits ausgelaufenen #Supersportwagen Porsche 918, bestätigen, dass auch Fahrzeuge mit Doppelherz für jede Menge Herzklopfen sorgen können. Und damit sind die Schleusen geöffnet für weitere #Hybridsportwagen aus Stuttgart. Selbst der klassische Porsche 911 dürfte dereinst, oh Frevel, als Hybridwagen auf den Markt kommen.


    Viele Grüße

    Jürgen Albert