E-fuels, synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren

  • Liebe Alle,


    derzeit sind synthetische Treibstoffe, als Nachfolger der auf Kohlenwasserstoff basierenden Kraftstoffe, in aller Munde. Jeder weiß, dass herkömmliche #Kraftstoffe durch #Destillation von #Rohöl in #Raffinerien hergestellt werden. Das #Erdöl wird in seine Bestandteile sortiert und neu zusammengesetzt. Aus 100 Litern Erdöl, werden 24 Liter #Benzin, 21 Liter #Diesel, #Heizöl, #Kerosin, #Öl, #Fett und viele Dinge die #Kohlenwasserstoffe enthalten.


    Aber was sind synthetische Kraftstoffe, E-fuels, wie und wofür stellt man die her?


    #Synthetische Kraftstoffe sollen einen weitestgehenden klimaneutralen Betrieb von #Verbrennungsmotoren ermöglichen. Bei der Produktion wird mithilfe von #Ökostrom #Wasser in #Wasserstoff und in #Sauerstoff aufgespalten. Bei der Bearbeitung wird dann der #Kohlenstoff aus der #Luft gefiltert und mit Wasserstoff zu #Methanol, einem Alkohol, verarbeitet. Anschließend wird daraus der #synthetische #Kraftstoff gewonnen.


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    Die technische Zusammenfassung lautet:

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    Durch die Hydrierung von Kohlendioxid ( CO2 ) werden Kraftstoffe synthetisiert, die einen CO2 -neutralen Betrieb von Verbrennungsmotoren realisieren. Erforderlich dazu ist die CO2-arme Herstellung von Wasserstoff. Die Methanpyrolyse als CO2-armes Produktionsverfahren für Wasserstoff ist nur sinnvoll, wenn anfallende Nebenprodukte auch ohne CO2-Emission nutzbar sind. Die Herstellung von Wasserstoff durch die elektrolytische Spaltung von H2O erfordert die Verwendung von CO2-freier elektrischer Energie, z.B. durch Windräder und Solarkollektoren.

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    Dieser so klimaschonend hergestellte Kraftstoff verbrennt dabei in unseren heutigen Verbrennungsmotoren mit der Menge an #CO2, die vorher im #Efuel gebunden wurde. In der #Klimabilanz ergibt sich dann kein negativer Effekt aus der #Herstellung für unsere #Umwelt.


    Bedenklich ist aber das energieintensive Herstellungsverfahren. Hier müssen viele Windräder und #Solarkollektoren an den Start, um eine wirkliche #Klimaneutralität zu gewährleisten. Diese #Energie-Ressourcen stehen in Deutschland nicht zur Verfügung, daher wird die #Pilotanlage in Chile und nicht bei uns auf die Beine gestellt.


    In Chile, am Produktionsstandort, an dem nur wenige #Menschen wohnen, weht an rund 6.000 Stunden pro Jahr ein dauerhafter #Wind. In Deutschland sind es nur knapp 2.000 Stunden. Im Ergebnis ist in Chile #Ökostrom aus #Windenergie deutlich effizienter zu produzieren.


    In die #E-fuel- #Produktion ist auch #Porsche involviert. In der Planung der verschiedenen Ausbaustufen der Fabrik, wird für 130.000 liter #Kraftstoff heute nur ein einziges #Windrad benötigt. In späteren Jahren sollen 300 #Windräder gebaut werden, die dann, vorausberechnet, die Produktion von rund 550 Millionen Liter synthetischer Kraftstoffe pro Jahr elektrifizieren sollen.


    Inwieweit die Kosten von derzeit 10 Euro pro Liter Sprit, auf wünschenswerte 2 Euro/Liter zu senken sein werden, daran knabbern die #Ingenieure noch. Wir dürfen bei allem Enthusiasmus nicht vergessen, dass sich unsere Finanzämter auch noch mit einer kräftige Scheibe vom #Kraftstoff-Kuchen bedienen werden.


    In wieweit sich "Gretchen Müller" dann noch ein Auto mit Verbrennungsmotor wird leisten
    können, selbst wenn dieses synthetisch und klimaneutral befeuert wird, bleibt abzuwarten.


    Das Thema E-fuels ist schon einmal ein brauchbarer Ansatz um den heutigen Bestand an
    Verbrennungsmotoren noch für Jahrzehnte weiter betreiben zu können, klimaneutral, und
    das ist für uns Sport- und Rennwagen-Freaks doch schon mal sehr beruhigend ... oder?


    Liebe Grüße

    Jürgen Albert

    Kfz.-Meister